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Referentin war Frau Dr. Philipp, Tierärztin, die für eine süddeutsche
Firma
im Laborbereich tätig ist. Frau Dr. Hille kam später hinzu und ergänzte
manche Informationen aus der Praxis.
Frau Dr. Philipp zeigte uns Hundebesitzern mit einer sehr informativen
Laptop-Präsentation, welche Arten von Parasiten, vor allem Zecken und
Flöhe,
unsere Haustiere und damit auch uns heimsuchen können. Die Darstellung
war
so deutlich, dass wir uns hinterher alle kratzten und ziemlich ekelten.
Dieser Effekt war insofern nicht schlecht, da uns somit sehr deutlich
gemacht wurde, wie wichtig eine Vorsorgebehandlung unserer Lieblinge ist.
Es
entspannte sich nach dem Vortrag eine Diskussion, während dieser klar
wurde,
dass die beste Art des Schutzes eine gute Vorsorge ist.
Die Tiermediziner
schwanken in ihren Empfehlungen zwischen den so genannten repellenten
Mitteln
Frontline oder ExSpot. Diese gibt es in Ampullen- oder Sprayform. Für die
hier im Norden vorkommenden Zeckenart und deren Gefährlichkeit müsste
Frontline ausreichen, dessen Wirkstoff relativ unumstritten ist.
Bei dem
Wirkstoff von ExSpot hingegen handelt es sich um ein Mittel, das laut
Hersteller und dessen Versuchsreihen zwar völlig unbedenklich ist, sich
aber
in der Leber anreichern und bei Überdosierung durchaus Schaden anrichten
kann.
Die anwesenden Mitglieder berichteten, dass bei Frontline trotz
regelmäßiger
Behandlung immer ein paar Zecken an den Hunden zu finden sind, bei ExSpot
scheint es deutlich weniger bis gar nicht vor zu kommen. Hier gehen die
Meinungen individuell auseinander, man sollte sich wohl nach seinem
eigenen
Gefühl entscheiden.
Für Frankreich, Italien, Spanien etc. muss man ohnehin
eine Spezielle Urlaubsvorsorge treffen, da die dort vorkommenden
Parasiten
mit den in Deutschland ausreichenden Mitteln nicht zu bekämpfen sind.
Eine
Impfung gegen Borreliose lehnten beide Tierärztinnen im Prinzip ab, da
der
Impfstoff hauptsächlich auf Borrelienarten aus der USA geprägt ist.
Dieses Thema
steckt wohl noch in den Kinderschuhen, die Folgen sind nicht oder zu
wenig
erforscht und man muss strenge Nachimpffristen einhalten.
Folgende Zeckenarten kennen wir in Deutschland:
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Der Holzbock, die hier hauptsächlich vorkommende Zecke:
Ist der Holzbock mit gefährlichen Erregern infiziert, wie Borrelien,
Anaplasmen und FSME-Viren, kann er diese während seiner Blutmahlzeit auf
den
Hund übertragen. Borrelien werden jedoch meist erst nach 12-24 Stunden
nach
dem Biss übertrage. Je eher man die Zecke also entfernt, desto geringer
ist
die Chance einer Übertragung.
Borrelien können beim Hund Gelenkentzündungen verursachen, die ein
wechselseitiges Hinken zur Folge hat. Das Tier ist schlapp und müde.
Anaplasmen befallen Blutzellen und bewirken eine Erkrankung, die als
Anaplasmose bezeichnet wird. Ihre Symptome sind unter anderem Fieber,
Gewichtsverlust, Schlappheit, Beeinträchtigungen des Zentralnervensystems
und Blutungen sowie Gelenkentzündungen.
FSME-Viren verursachen - anders als beim Menschen - beim Hund nur ganz
selten Symptome.
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Die Auwaldzecke
Diese Zeckenart hat sich in vielen Gegenden Deutschlands stark
ausgebreitet.
Bei München, Regensburg im Oberrheingebiet und Saarland sind diese Zecken
stark mit Babesien infiziert.
Sie sind die Erreger der gefährlichen bis tödlich verkaufenden Babesiose.
Ähnlich wie bei der Malaria beim Menschen werden durch die Babesien die
roten Blutkörperchen beim Hund zerstört.
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Die braune Hundezecke
Sie kommt hauptsächlich in südlichen Ländern vor, ist aber in beheizten
Räumen/Zwingern mancherorts auch nördlich der Alpen überlebensfähig und
heimisch geworden. Sie überträgt Bebsien sowie gefährliche Ehrlichien.
Wie oben erwähnt sind nicht nur
die Zecken unserer südlichen Reiseziele mit
bösartigen Erregern durchseucht.
- Auch Sand-, Schmetterlingsmücken oder
bestimme Arten von Stechmücken, die wir hier gar nicht kennen, übertragen
dort gefährliche Krankheiten wie Leishmaniose oder die Herzwurmkrankheit.
Die Folge sind schwerwiegende Organschädigungen, die chronisch bis
tödlich
verlaufen.
Unsere Empfehlung geht also dahin, unsere
Hunde in den vom Hersteller
vorgegebenen Abständen mit Ex-Spot oder Frontline zu behandeln und
rechtzeitig vor dem geplanten Urlaub im Süden beim Tierarzt nachzufragen,
welche Mittel für das entsprechende Land wann zu geben sind, damit unser
Hund gefahrlos urlauben kann.
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